Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

40 Jahre Höhen und Tiefen

Als der Junglehrer Franz Filsner im Jahre 1968 die Idee realisieren wollte, auf dem Jura einen eigenen Fußballverein zu gründen, wurde er vor allem von den älteren Bürgern belächelt, da sich niemand so recht vorstellen konnte, wie der Verein in diesem strukturschwachen Gebiet eine Zukunft haben sollte. Bei den jüngeren Bewohnern des Weismainer Jura allerdings, fand Filsner großen Zuspruch, da diese den entsprechenden Weitblick aufbrachten und Filsner mit Begeisterung und Freude tatkräftig unterstützten.

Somit wurde die Vision eines eigenen Sportclubs mit der Gründungsversammlung am Sonntag den 17. März 1968 im Gasthof Frankenhöhe in Arnstein in die Tat umgesetzt. Bereits durch die Namensgebung wurde demonstriert, dass der Verein keine innerörtliche Arnsteiner Institution ist, sondern dem ganzen Weismainer Umland als gesellschaftlicher Treffpunkt dienen soll.

Problematisch waren vor allem die ersten Jahre, als man gar nicht alle Nachwuchsspieler aufnehmen konnte, da man entweder nicht genügend Betreuer hatte, oder diese nicht bezahlbar waren und man überdies auf ständig wechselnden Sportplätzen, vielmehr Wiesen, dem Ball hinterher jagte. Nachdem man erst im Waldstadion zu Großziegenfeld spielte, wich man in der Folgezeit auf eine Wiese bei Wattendorf aus, um seine Heimspiele auszutragen. 1969 erhielt man einen eigenen richtigen Sportplatz in Arnstein, welcher durch Herrn Geistlichen Rat Ludwig Wimplinger eingeweiht wurde, der sich auch in der Vorstandschaft um den Verein verdient gemacht hat.

Im Februar des Jahres 1972 beschloss man dann, diesen Sportplatz neu und schöner anzulegen, so dass man während der Bauphase auf eine Wiese bei Kaspauer ausweichen musste, die sich im Besitz des damaligen 2. Vorsitzenden Michael Tremel befand. Dieser neu angelegte Platz war ab 1974 bespielbar und dient heute als Trainings- und Ausweichplatz.

Im Jahre 1982 entschied man dann, dass ein weiteres Spielfeld notwendig ist, und erschloss mit Hilfe amerikanischer Soldaten den heutigen Hauptplatz, der 1985 eingeweiht wurde, und der sich in seiner Qualität und seinen Ausmaßen hinter keinem Bundesligaplatz zu verstecken braucht.

Nachdem nun das sportliche Umfeld geschaffen war, fand man es an der Zeit, sich auch eine eigene Sportgaststätte für das gesellschaftliche Leben im Verein zu errichten, da man zuvor in der Gaststätte Frankenhöhe 19 Jahre lang gut bewirtet und beherbergt war. Die Grundsteinlegung fand im Jahr 1983 statt, und das Clubhaus mit Gastraum, Duschen und vier Umkleidekabinen  wurde innerhalb von nur 4 Jahren hauptsächlich in ehrenamtlicher Tätigkeit von Mitgliedern aus über 30 Ortschaften errichtet.

Diesen Gemeinschaftsgeist mussten die Jura-Mitglieder über 15 Jahre später nochmals beweisen, als das Clublokal 2003 einem verheerenden Brand zum Opfer fiel, wobei sowohl der Gastraum, als auch Küche und Obergeschoss durch Feuer und Rauch in Mitleidenschaft gezogen wurden. In nur 4 Monaten wurde das Vereinsheim, wiederum zum größten Teil durch ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder, komplett renoviert und erstrahlt nun wieder in neuem Glanz auf den Höhen des Jura.

Früher stellte man fest, „Das Vereinsheim ist zu groß“. Heute kann man dieser Feststellung beruhigt den Rücken kehren und sich über die Tatsache freuen, dass ausnahmslos jeder Raum genutzt wird und genutzt werden muss. Sogar der Dachboden wurde in jahrelanger, mühsamer und ehrenamtlicher Arbeit zum jetzigen Versammlungs- und Festsaal ausgebaut.

In den letzten Jahren wurden in zahlreichen Arbeitseinsätzen neue Unterstellmöglichkeiten neben der Einfahrt geschaffen und es wurde ein Container für Rasenmäher und Werkzeuge aufgestellt. Die ehemalige Garage wurde vermauert und in ein gemütliches Büro und Arbeitszimmer umgewandelt.

Auf sportlicher Ebene ist der Verein auch dort, wo er sich gemäß der selbstgestellten Anforderungen sieht. So spielt nicht nur die erste Herrenmannschaft wieder in der Kreisklasse, sondern man blickt auch voller Stolz auf die eigene Jugendarbeit, wobei man bis auf G-Schüler und A-Jugend in allen Altersklassen eine Mannschaft im Spielbetrieb weiß.

Da dies in unserer heutigen Zeit bei den vielfältigen Freizeitangeboten keineswegs selbstverständlich ist (man beachte die steigende Zahl von Spielgemeinschaften im Jugendbereich), freut sich die Vereinsführung über den regen Zuspruch bei Kindern und Jugendlichen in Arnstein und Umgebung.

Mit diesem mühsam und über viele Jahre erarbeiteten Umfeld sieht sich der SC Jura Arnstein gut gerüstet für kommende Herausforderungen. Denn trotz vieler Höhen und Tiefen, sportlich wie wirtschaftlich, hat sich unser kleiner Dorfverein mittlerweile im gesellschaftlichen Leben von Weismain und Umland etabliert und blickt auch aufgrund solider Wirtschaftung der Vorstandschaft und hervorragender Jugendarbeit einer erfolgreichen Zukunft entgegen. So freut sich der gesamte Verein auf das 40-jährige Jubiläum in diesem Jahr und man hofft viele Freunde, Gönner und Besucher sowohl bei den sportlichen wie auch bei den gesellschaftlichen Ereignissen rund um die Festtage begrüßen zu dürfen.

Text: Andreas Dauer; Festschrift zum 40-jährigen Vereinsjubiläum, 2008

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